Brocken

Der Brocken – das höchste im Norden

Der Brocken liegt in Sachsen-Anhalt und ist mit 1.141 m ü. NN der höchste Berg vom Harz und Norddeutschlands. Die Umgebung des Berges ist ausgewiesen als Nationalpark Harz.

Brocken im Harz

Die heutige Wetterwarte nahm 1939 ihren Betrieb auf. Der Brocken ist ein Ort mit extremen Wetterbedingungen. Aufgrund der exponierten Lage liegt sein Gipfel oberhalb der natürlichen Baumgrenze. Das Klima auf dem Brocken entspricht einer alpinen Lage in 1.600–2.200 m Höhe oder dem Klima Islands. Demzufolge weist der Brocken, als niederschlagsreichster Punkt im nördlichen Mitteleuropa, Niederschläge im Jahresdurchschnitt von über 1600 Millimetern auf.

Auf dem Brocken befinden sich verschiedene Gebäude.

Einmal der Brockenbahnhof, der als solches auch für die Brockenbahn als höchste Station dient. Desweiteren ist im Bahnhofsgebäude auch die Gaststätte vom Brockenwirt untergebracht.

Das Brockenhaus

dient als Museum für die Besucher vom Brocken und wird vom Nationalpark Harz betrieben. Hier gibts Informationen zur Geschichte und zur Flora und Fauna des höchsten Berges im Harz.

Die Wetterwarte

hier werden Informationen vom Deutschen Wetterdienst gesammelt. An 365 Tage 24 Stunden am Tag ist die Wetterwarte besetzt und die Beamten sorgen zum Beispiel dafür, dass wir eine Wettervorhersage in den Medien erhalten.

Das Brockenhotel

sagt der Name schon, ist ein Hotel. Weiterhin sind im Gebäude vom Hotel auch die Deutsche Flugsicherung und die Deutsche Telekom untergebracht.

Im Jahre 1890 gründete man den Brockengarten, dort wird die Flora besonders gehegt und Besuchern gezeigt. Im Brockengarten werden nicht nur Pflanzen des Brockens gezeigt, sondern auch Gewächse aus anderen Regionen und Ländern. Zu den typischen Arten am Brocken, die man in Norddeutschland sonst nicht  findet, gehören die Brockenblume oder Brockenanemone. Auf den Hochmoorflächen rund um den Gipfel findet man beispielsweise Wollgras, Sonnentau und die Zwergbirke.




Die erste nachweisliche Besteigung des Brockens

geschah im Jahr 1572 durch den Nordhäuser Arzt Johannes Thal

Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode, ließ 1736 auf dem Gipfel das so genannte Wolkenhäuschen und auf der Heinrichshöhe ein Unterkunftshaus zum Schutz der Brockenreisenden erbauen. 1800 wurde das erste Gasthaus unmittelbar auf der Brockenkuppe erbaut. Am 23. Juli 1859 brannte das Brockenhaus nieder. 1862 wurde das neue Brockenhotel eingeweiht.

Die Brockenbahn

wurde am 27. März 1899 eröffnet. Der Brockenbahnhof ist heute mit  einer der höchstgelegenen Bahnhöfe in Deutschland.1935 gelang die erste Fernsehübertragung vom Brocken mit einem Sender. 1936 wurde der erste Fernsehturm der Welt auf dem Berg erbaut.
Von 1945 bis zum April 1947 war der Brocken durch die amerikanischen Truppen  besetzt. im Zuge eines Gebietsaustausches folgte die Übergabe an die Sowjetische Truppen und wurde somit sowjetische Besatzungszone.

Ab August 1961 wurde der Brocken, zum militärischen Sperrgebiet erklärt. War somit für die Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Der Gipfel wurde militärisch stark ausgebaut. Die Sicherung des Areals oblag den Grenzsoldaten. Als Unterkunft diente ihnen der Brockenbahnhof. Infolgedessen wurde der Berg für Überwachungs- und Spionagezwecke genutzt. Auf dem Gipfel befanden sich zwei große und leistungsfähige Abhöranlagen. Eine gehörte dem sowjetischen Militärgeheimdienst, die andere war für Staatssicherheit der DDR. Die Abhöranlagen trugen die Tarnnamen „Jenissej“ und „Urian“.




Mit der Wiedervereinigung wurden ab 1990 die Grenzsicherungsanlagen sowie die militärischen Anlagen abgebaut. Die Brockenkuppe wurde mit Millionenaufwand renaturiert. Sie ist demzufolge heute ein beliebtes touristisches Ziel für Harzbesucher.
Seit der Zeit der Hexenverfolgungen wurden Angeklagten in den Hexenprozessen die Teilnahme an geheimen Hexenversammlungen, beispielsweise in der Walpurgisnacht, vorgeworfen. Schließlich wurde der Brocken erstmals 1570 als ein solcher Treffpunkt und als Hexentanzplatz bezeichnet.

Goethe bestieg dreimal den Brocken

Seine erste Besteigung des Brockens fand im Winter 1777 statt und gilt als die erste Winterbesteigung des Berges überhaupt. Daher hat der „Goetheweg“, der von Torfhaus zum Gipfel führt, seinen Namen. Vom Brocken aus führen Wanderwege in die benachbarten Orte Braunlage sowie Schierke und Sankt Andreasberg. Vom Brocken aus führt der Harzer Hexenstieg Richtung Osten nach Thale sowie Richtung Westen nach Osterode.

Als besonderes Original gilt Benno Schmidt – genannt Brocken-Benno – aus Wernigerode. Brocken-Benno besteigt den Berg seit 1989 fast täglich und wurde somit mehr als 8000 Besteigungen (Stand Okt. 2016) ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen.